Fleury Opticiens SA

Fleury Opticiens SA, ein Familienunternehmen in Bulle, das eine Vorreiterrolle spielt und seine Kompetenzen und seine Leidenschaft weitergeben will.
Gespräch mit Silvio Fleury, Vertreter der dritten Generation an der Spitze der Firma.

Fleury Opticiens SA, ein Familienunternehmen
1929 gründet Albin Fleury, ein junger Jurassier, der eben nach Bulle gekommen ist, sein eigenes Uhrenunternehmen, Fleury & Brodard. Neben Zifferblättern und Uhrwerken verkauft er auch ein paar Brillen aus der Kartonschachtel. Als 40-Jähriger absolviert Albin Fleury eine Optikerlehre – der Beruf ist inzwischen anerkannt – und wird 1949 unabhängig. Zwei Generationen später beschäftigt Fleury Opticiens SA rund 20 Mitarbeiter. Silvio Fleury, Enkel von Albin und Firmenchef, arbeitet gegenwärtig an einem europäischen Projekt zur Herstellung von Brillen nach Mass, wobei eine Spitzentechnologie angewandt wird (siehe unten).

IMG_3554Silvio Fleury vor dem Familienunternehmen mit einigen Brillen-Prototypen, die im 3D-Druck hergestellt wurden.

 

Fleury Opticiens SA arbeitet an revolutionären, im 3D-Druck hergestellten Brillen
Das Familienunternehmen hat sich stets weiterentwickelt. «Mein Vater Martial, der den Betrieb 1972 übernahm, hatte ein Credo: Man muss immer mehr lernen als gerade notwendig», erzählt Silvio Fleury. Der junge Silvio folgt damit dem väterlichen Rat. Nach einigen Jahren in der Deutschschweiz fliegt er mit einer eidgenössischen Optiker-Meisterprüfung im Gepäck in die USA und nach Deutschland, wo er einen Master in klinischer Optometrie erwirbt. «Der Vorteil besteht darin, dass wir jetzt mehr Krankheiten erkennen können», erklärt Silvio, der das Unternehmen im Jahr 2000 übernommen hat. «Die endgültige Diagnose erstellt ein Augenarzt.». Die Angestellten werden ebenfalls angehalten, sich weiterzubilden und immer mehr zu lernen. «Alle Mitarbeiter sind hochqualifiziert: Dienstleistung und Kompetenz sind unser Markenzeichen», lächelt Silvio Fleury, der es gerne sähe, wenn eines seiner drei Kinder die Tradition weiterführen würde.
Gegenwärtig ist das Familienunternehmen aus Bulle Teil einer Forschungsgemeinschaft, der rund zehn europäische Akteure im Optikbereich angehören. Ihr Projekt? Titanbrillen nach Mass dank des 3D-Drucks. Eine Krönung für Silvio Fleury.
Fleury logo

 

Titan-Brillengestelle nach Mass:
Fleury Opticiens SA nimmt am 7. Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und Entwicklung teil. Das Unternehmen arbeitet dabei mit rund zehn anderen europäischen Unternehmen aus der Branche zusammen, deren Ziel die Herstellung eines Brillenmodells nach Mass ist. Das Unternehmen aus Bulle hostet für diese Arbeit einen Scanner-Prototyp, der an der Universität Valencia entwickelt wurde (weltweit gibt es zwei solche Prototypen). Mit den Massvorgaben des Scanners, die in einigen Millisekunden umgesetzt werden, kann eine federleichte Brille entworfen werden, die perfekt zur Gesichtsform des Kunden passt. Das Programm namens OPTICIAN2020 wird von der EU aus innovativen und ökologischen Gründen subventioniert; namentlich wird die Abfallmenge durch den 3D-Druck auf ein Minimum beschränkt. Fleury Opticiens SA wird beauftragt, diese Brille der Zukunft bis Herbst 2016 an 150 Trägern zu testen.

Links Artikel:
Fleury Opticiens SA
Programm OPTICIAN2020
Fédération patronale et économique (FPE)

Bild Header © Nicolas Repond

Autor

Fédération Patronale et Economique

Die wichtige private und unabhängige Arbeitgeberorganisation «Fédération Patronale et Economique» (FPE) hat ihren Sitz in Bulle. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Aufwertung der kantonalen Wirtschaft, indem sie die Tätigkeit der Berufs- und Wirtschaftsverbände verwaltet, aber auch bei der administrativen Organisation von Veranstaltungen von nationaler Bedeutung, wie die Swiss Bakery Trophy, der «Salon Suisse des Goûts et Terroirs», der «Salon du mariage»; dazu kommt auf regionaler Ebene die Greyerzer Messe. Folgen Sie der FPE auf Facebook,  Twitter und LinkedIn.

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