Swiss Living Challenge: sich heute verändern für die Welt von morgen

Solar Decathlon ist ein renommierter Wettbewerb, an dem Universitäten auf der ganzen Welt teilnehmen. Er wurde vom amerikanischen Energiedepartement ins Leben gerufen. Die Herausforderung des Wettbewerbs besteht darin, ein Haus zu bauen, das eine reale Grösse aufweist und betriebsbereit ist. Als Energiequelle darf dabei nur die Sonne genutzt werden. Die Schweiz wird bei diesem Wettbewerb von einem Team von Studierenden der Ecole Polytechnique Fédérale Lausanne, der Fachhochschule für Technik und Architektur Freiburg, der Haute école d’art de design Genf und der Universität Freiburg vertreten.

Senkung des Energieverbrauchs
In unseren ersten Artikeln über den Swiss Living Challenge haben wir uns einerseits für den internationalen Wettbewerb Solar Decathlon (Artikel „Solar Decathlon 2017 – Eine internationale Herausforderung„) und andererseits für die ortsansässigen Unternehmen, die am Projekt beteiligt sind (Artikel „Swiss Living Challenge: die lokalen Unternehmen im Zentrum eines internationalen Wettbewerbs„), interessiert. In diesem dritten Teil schlagen wir Ihnen vor, mitten in das Thema Energie einzutauchen: Inwiefern kann der NeighborHub uns helfen, unseren Energieverbrauch zu senken?

Der Austausch und die Überlegung zum Verbrauch
Erstens wurde der NeighborHub als Quartierzentrum und Ort der Begegnungen und des Austauschs konzipiert, wo Leute gesellig zusammen sind, aber auch gemeinsam über den Energieverbrauch nachdenken. Die Idee des Schweizer Teams, das am Wettbewerb teilnimmt, besteht darin, den Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers einen Ort anzubieten, wo sie zusammensitzen können, um Überlegungen zur Energie anzustellen, andere Vorgehensweisen auszuprobieren und zusammen die Lösungen, mit denen der Verbrauch gesenkt und verbessert werden kann, auszumachen. Architektonisch ist die Wohnung tatsächlich so konzipiert, dass sie für geselliges Beisammensein geeignet ist; sie verfügt über viel Raum und vielseitig einsetzbare Möbel.

©SwissLivingChallenge

 

©SwissLivingChallenge

Die sieben Hebel
Zweitens bietet das Gebäude selber Instrumente und Alternativen zum Energieverbrauch an, mit denen die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers mögliche Wege zur Senkung ihres Verbrauchs finden können. Im Zentrum dieser Instrumente stehen sieben Hebel: Energie, Gewässerbewirtschaftung, Abfallbewirtschaftung, Mobilität, Nahrung, Materialien und Biodiversität; sie können anhand von Farbcodes, die im NeighborHub angegeben werden, identifiziert werden (s. Schema und Foto unten).
©SwissLivingChallenge

 

Einige Beispiele für Instrumente, die sich auf die sieben Hebel stützen:
– Bei der Energie beispielsweise wird die Erzeugung im NeighbourHub mit fotovoltaischen Solarmodulen sichergestellt.
– Für die Mobilität stehen den Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers Elektroautos im Carsharing, Fahrräder und Lastendreiräder zur Verfügung.
– Das Ziel bei der Gewässerbewirtschaftung besteht nicht nur darin, den Verbrauch zu senken, sondern auch zwischen den Qualitäten des Wassers, das ins Haus hereinkommt oder daraus hinausgeht, zu unterscheiden, um es der richtigen Verwendung oder Verwertung zuzuführen. Das auf dem Dach gesammelte Regenwasser wird für die Waschmaschine und das Giessen der Pflanzen verwendet.
©Fribourg

 

Der NeighborHub ist somit ein Mittel, die heutigen Gewohnheiten zu ändern, damit die Welt von morgen geändert wird.
©SwissLivingChallenge

 

Das Team ist zurzeit in Denver, wo der Bau am 23. September angefangen hat und am 2. Oktober fertig wird. Ab dem 5. Oktober sind die 12 Häuser für das Publikum geöffnet.

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