Was Unternehmen nach Freiburg zieht

Freiburg im Überblick

Mit ca. 300’000 Einwohnern verzeichnet der Kanton Freiburg – der „jüngste“ Kanton der Schweiz – ein besonders starkes Bevölkerungswachstum. Für 68 % der Freiburger ist Französisch die Hauptsprache und für 29% Deutsch, was Freiburg zu einem der drei offiziell zweisprachigen Kantone der Schweiz macht. Englisch, Italienisch, Spanisch und Portugiesisch sind ebenfalls weit verbreitet. Diese Mehrsprachigkeit eröffnet Unternehmen den Zugang zu grossen Kulturgemeinschaften der Schweiz, Europas und der Welt. Im Vergleich mit den grossen Agglomerationen der Schweiz sind die Lebenshaltungskosten und die Betriebskosten für Unternehmen in Freiburg deutlich niedriger.

Mitten in der Schweiz – mitten in Europa

Der Kanton Freiburg, durch den zwei Autobahnen führen, liegt an wichtigen Strassen- und Eisenbahnverbindungen der Schweiz und Europas. In weniger als 45 Minuten erreichen 1,5 Mio. Menschen den Kanton Freiburg, das ist 1/5 der Schweizer Bevölkerung. Innerhalb von weniger als 90 Minuten gelangt man von Freiburg aus in die grossen Zentren und zu den Flughäfen der Schweiz (Basel, Bern, Genf, Zürich). Die Nachbarländer – Deutschland, Frankeich, Italien, Österreich – sind per Schiene, Strasse und Flugzeug einfach erreichbar.

Grosse Hochschuldichte

Neben einer kosmopolitischen Universität mit über 10’000 Studierenden finden sich in Freiburg fünf Hochschulen: für Technik und Architektur, für Wirtschaft, für soziale Arbeit, für Gesundheit sowie eine pädagogische Hochschule. Die technische Hochschule Lausanne (EPFL), die bald über eine Dependance in Freiburg verfügen wird, liegt nur eine Stunde Fahrzeit von der Stadt Freiburg entfernt. Im Kanton gibt es auch Fachschulen, die die Bereiche Handel, Landwirtschaft, Musik, Kunst, Multimedia und Hotelausbildungen abdecken. Fast überall erfolgt die Lehre auf Französisch und Deutsch. Mehrere Nachdiplomstudiengänge werden auch in Englisch angeboten.

Eine dynamische Wirtschaftslandschaft

Die Freiburger Wirtschaftslandschaft zeichnet sich durch Dynamik und Diversität aus. Die geographische Lage und die Mehrsprachigkeit des Kantons machen ihn zum bevorzugten Standort für Schweizer und europäische Hauptsitze grosser internationaler Konzerne. Der Anteil der Exporte am kantonalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 59 % (Schweiz : 36 %). Präzisionsinstrumente, Uhren und Schmuck sowie pharmazeutische und chemische Produkte, Maschinen und Elektronik sind die wichtigsten Exportsektoren. Mehr als 18’000 Unternehmen sind im Handelsregister eingetragen. 2013 betrug die Arbeitslosenrate 2,7 % (Schweiz : 3,2 %). Der Staat Freiburg, der durch die Verfassung zu einem ausgeglichenen Haushalt verpflichtet ist, ist schuldenfrei und weist eine sehr solide Finanzlage auf.

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Quelle: fribourgnetwork.ch

Entwicklungsmöglichkeiten

Unternehmen, die sich in Freiburg ansiedeln wollen, können das Wissenschafts- und Technologiezentrum des Kantons Freiburg (WTZ-FR) nutzen. Es umfasst über 200 Partner. Drei thematische Cluster stehen bei diesem Netzwerk im Zentrum : Das Netzwerk Kunststofftechnologie, das Gebäude & Energie Netzwerk und das Cluster IT Valley. Zwei Kompetenzzentren für Nanotechnologie und Cleantech ergänzen das WTZ-FR. Über die Finanzierung von Forschungsprojekten und die Förderung von Technologietransfer zu allen in der Region ansässigen Mitglieds- und anderen Unter- nehmen trägt es zur Wertschöpfung bei.

Ein ehrgeiziger Technologiepark

Das aufstrebende Innovationsareal blueFACTORY liegt im Zentrum der Stadt Freiburg. In dem ersten « CO2-neutralen » Park der Schweiz werden sich in erster Linie innovative High-Tech-Unternehmen aus den Bereichen Gesundheit, Biomedizin, Werkstoffe, Kunststofftechnologie, Nanotechnologie, Energie und Informationswissenschaften ansiedeln. Mehrere Technologieplattformen werden 2014 ihre Aktivität aufnehmen. Als Ergebnis einer Partnerschaft zwischen Stadt und Staat wird der Innovationspark blueFACTORY eine ganz neue Ära der Wettbewerbsfähigkeit des Kantons eröffnen.

Zahlreiche multinationale unternehmen

Viele auf dem Weltmarkt tätige Firmen haben den Kanton Freiburg als Unternehmensstandort gewählt, einschliesslich Alcon Pharmaceuticals (USA), Bayer International (Deutschland), BioRad Laboratories (USA), Bongrain (Frankreich), Nestlé (Schweiz), Geberit (Schweiz), Inditex (Spanien), Ladurée (Frankreich), Liebherr (Deutschland), Magtrol (USA), Mapei (Italien), Meggitt Sensing Systems (GB), Michelin (Frankreich), Nespresso (Schweiz), Novartis (Schweiz), Pall (USA), Richemont International (Schweiz), Scott Sports (USA), Tetra Pak (Schweden), Tupperware (USA), UCB Farchim (Belgien), VeriSign (USA) oder Wago Contact (Deutschland).

Ein einziger Ansprechpartner für Sie

Die Wirtschaftsförderung steht Ihnen zur Verfügung, um Sie zu beraten und Ihnen Orientierungshilfen hinsichtlich der zahlreichen Unterstützungsmöglichkeiten des Kantons Freiburg zu geben. Ein Projektleiter wird Ihnen dabei helfen, mit den kompetenten Fachleuten der Privatwirtschaft und der Behörden in Kontakt zu treten, um alle Fragen bezüglich des Erhalts finanzieller Unterstützungen und von Steuererleichterungen zu beantworten und bei der Suche des optimalen Standorts, der Einstellung von Mitarbeitern, der Kontaktaufnahme mit Hochschulen usw. zu helfen.

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Quelle: fribourgnetwork.ch

Dieser Beitrag erschien ursprünglich in der Ausgabe “BlueEconomy” des Business Magazin Fribourg Network

Autor

Jean-Luc Mossier

Jean-Luc Mossier ist Direktor der Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg (WIF). Er ist Doktor der technischen Wissenschaften, verfügt über ein MBA und ist Gründer mehrerer Start-up-Unternehmen. Sie können der WIF auch auf  Twitter folgen. 

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