Die Kirche St-Pierre in Treyvaux ist eine der ältesten Kirchen des Kantons.
Die Kirche St-Pierre-de-Treyvaux thront einen Kilometer westlich des Dorfes über den Klippen der Saane. Schon Besucher im 15. Jahrhundert waren von ihrer abgeschiedenen Lage beeindruckt.
Die Widmung der Kirche an den Heiligen Petrus lässt darauf schliessen, dass es zur Zeit der Burgunder bereits eine erste christliche Gemeinde gab, zumal der Bischof von Lausanne das Recht der Kollatur innehatte.
In der Regel waren Kirchen, die dem Hauptapostel geweiht waren, die ersten in einer neu christianisierten Region. Archäologische Ausgrabungen bestätigen diese Tradition.
Im Jahr 1173 übertrug Landry de Dornach, Bischof von Lausanne, die Pfründe der Pfarrei Treyvaux mit dem Recht der Kollatur (Ernennung des Priesters, der die Kirche betreut) an die Abtei Hauterive. Diese Schenkung wurde mehrfach bestätigt.
Der Chor der Kirche wurde wahrscheinlich von den Zisterziensern von Hauterive wieder aufgebaut. Das Volumen des gesamten Gebäudes ist seit dem Mittelalter unverändert.
Die Malereien im Chorraum scheinen aus dieser Zeit zu stammen. Sie wurden bei Restaurierungsarbeiten um 1990 entdeckt.
Bereits Mitte des 13. Jahrhunderts wurde im heutigen Treyvaux eine Kirche zu Ehren der Heiligen Maria erbaut. Die Kirche St-Pierre galt jedoch bis Mitte des 16. Jahrhunderts als Mutterkirche.
Um 1520 ging die Pfründe der Pfarrei von der Abtei Hauterive auf das neue Kapitel St-Nicolas in Freiburg über.
Daraufhin wurde die Kirche umfassend restauriert. Dabei wurden die Fenster aus Molasse mit abgeschrägten Pfosten eingebaut.
Im Jahr 1698 entstanden die Altaraufsätze der Seitenaltäre: rechts mit den Statuen des Apostels Andreas und der heiligen Margareta von Antiochia, die gekrönt wird, und links mit den Statuen der Muttergottes der Barmherzigkeit (Pietà) und der heiligen Maria Magdalena, die ebenfalls gekrönt wird.
Um 1759 wurde der Altaraufsatz des Hauptaltars ersetzt. Zu sehen sind darauf der heilige Petrus, der heilige Garin, der heilige Jakobus und der heilige Loup mit Krone.
Um 1820 wurde eine Madonna mit Kind auf das Gewölbe gemalt und es wurden Bänke sowie eine Empore eingerichtet.
Die alte Kirche kann jeden ersten Sonntag im Monat von April bis Oktober von 15 bis 16.30 Uhr besichtigt werden.
Außerhalb dieser Zeiten können Gruppenbesichtigungen auch bei
Jacques Jenny 079 504 49 35 jack.jenny@bluewin.ch
oder
Philippe Bosson 079 330 72 87 ph.bosson@me.com
gebucht werden
Eglise Saint-Pierre-de-Treyvaux
Chemin de Vers-Saint-Pierre 72a
1733 Treyvaux










