Gespräch auf Deutsch in der Kunsthalle Friart Fribourg
Als Kuratorin und Kunstkritikerin hat Bice Curiger immer wieder untersucht, wie sich Gegenwartskunst und Geschichte «porös machen» und aufeinander beziehen lassen, und wie ein zeitgenössischer Blick auf die Kunstgeschichte aussieht, der aktualisiert, sich involviert, und nicht nur das Bekannte historisiert. Ihre Ausstellungen gehen oft von assoziativen, persönlichen und poetischen Bezügen aus und stellen die Vorstellung von historischer Linearität in Frage. Im Gespräch mit Kathrin Bentele spricht Bice Curiger über ihre vielfältige Arbeit der letzten 40 Jahre, in der sich schreibende, kuratorische und verlegerische Tätigkeiten verbinden, und die von einem Vertrauen in die eigenwillige Präsenz und Kommunikationsfähigkeit von Kunstwerken ausgeht. Das Gespräch berührt unter anderem auch Fragen zu Vermittlung, Publikum, Szenografie/Inszenierung, Involviertheit und zur sich verändernden Rolle von Kurator*innen.
Bice Curiger (*1948) ist Kuratorin, Autorin und Kunsthistorikerin und war Mitbegründerin und Chefredakteurin der Kunstzeitschrift Parkett. In den 1970er begann sie für den Tages-Anzeiger Kunstkritiken zu verfassen und organisierte erste Ausstellungen wie Frauen sehen Frauen (1975) und Saus und Braus (1980) im Museum Strauhof in Zürich. Als freie Mitarbeiterin am Kunsthaus Zürich kuratierte sie von 1992 bis 2012 thematische Gruppenausstellungen wie u.a. Endstation Sehnsucht (1994); Birth of the Cool (1997); Freie Sicht aufs Mittelmeer (1998) oder Public Affairs. Von Beuys bis Zittel – das Öffentliche in der Kunst (2002), sowie zahlreiche monografische Ausstellungen, etwa zu Georgia O’Keefe oder Sigmar Polke, mit dem sie eine enge Freundschaft verband. Curiger war Kuratorin der 54. Venedig-Biennale ILLUMInazioni / ILLUMInations (2011) und von 2012 bis 2025 Direktorin der Fondation Vincent van Gogh in Arles. Als freischaffende Kuratorin organisierte sie zudem Ausstellungen u.a. für das Centre Pompidou, Paris; das Centre Culturel Suisse, Paris; die Hayward Gallery, London; oder das Guggenheim Museum, Bilbao.
Daten und Uhrzeiten
26. September 2026
Samstag
15:30 - 18:00
Kunsthalle Friart Fribourg
Petites-Rames 22
1701 Fribourg
+41 26 323 23 51








