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Mira M. Yang: Ensemble

Kunsthalle Friart Fribourg
Petites-Rames 22
1701 Fribourg

+41 26 323 23 51

friart.ch

Ausstellung in der Kunsthalle Friart Fribourg

Mira M. Yang entwickelt Arbeiten, die sich mit kultureller Übertragung, Erinnerung und Zugehörigkeit aus einer diasporischen Perspektive beschäftigen. Sie gehen von etwas Performativem oder Inszeniertem aus, was die Vorstellung einer Übertragung bzw. Transmission beherbergt. Etwas zur Aufführung zu bringen, bedeutet in diesem Sinn, Signale, Energien und Affekte zu übermitteln. Oft ist es ein performender Körper, der als Überbringer fungiert, jüngst setzt M. Yang aber auch animierte, aus Maschinenteilen bestehende Skulpturen als Surrogate für abwesende menschliche Körper ein.

 

Für die Ausstellung Ensemble, die in zwei Kapiteln in der Kunsthalle Friart Fribourg und in der Fondation Pernod Ricard in Paris gezeigt wird, konzipiert M. Yang umfassende neue Soundassemblagen und einen Film, die in abweichenden Konfigurationen gezeigt werden.

 

Bleibt man zunächst bei dem Bild der Übertragung, so beherbergt dies auch die Gefahr einer Störung, eines Unterbruchs oder eines Rauschens, in dem sich das Signal verliert und unhörbar wird. M. Yangs Werk markiert Momente von historischer Amnesie und Absenz und gibt ihnen eine Form, die das Verlorene zwar nicht wiederherstellen kann, aber an ihre Stelle etwas Anderes setzt. Unterschiedliche Ersatzkörper und Substitute tauchen in der Ausstellung auf, in denen kulturelles Erbe als ein Echo, eine Spur oder ein Sediment nachhallt. Die ungelösten Codierungen und Bilder, die darin fortwirken, fordern eine nuancierte Neubetrachtung ein.

 

Im Zentrum von Ensemble steht eine Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Erbe der Tänzerin und Sängerin Choi-Seung Hee (1911–1969), die als erste Performerin des kolonialen Koreas in Europa auftrat. Ihre Choreografien verbanden Einflüsse von koreanischen, chinesischen, indischen und europäisch-modernistischen Traditionen, eine non-konformistische und hybride Form von Bewegung propagierend. Ihr Erbe ist nicht nur lückenhaft dokumentiert, sondern wird auch von gewaltvollen Markierungen in den Kontexten von Kolonialismus, Imperialismus und Sozialismus verstellt. M. Yang nähert sich diesem komplizierten Erbe nicht mit der Behauptung, Objektivität herstellen zu wollen, sondern in eigenen Worten, um es zu reimaginieren und einer Transformation zu unterziehen. Dies berücksichtigt, dass Verlorenes nicht einfach rekonstruiert werden kann, sondern aus der Gegenwart heraus imaginiert werden muss. In Ensemble übersetzt sich dies in unterschiedliche Formen des Aufzeichnens, Übersetzens und Scorings von Bewegung.

Austellungsprogramm

Vom 12. Sep. bis 13. Nov. 2026

Daten und Uhrzeiten

Vom 12. Sep. bis 13. Nov. 2026

Kunsthalle Friart Fribourg
Petites-Rames 22
1701 Fribourg

+41 26 323 23 51

friart.ch

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