Catherine Ruedisueli & Alessandro Cividini
LINOLSCHNITT UND CYANOTYPIE – Zwischen Technologie und Natur
Catherine Ruedisueli und Alessandro Cividini stellen vom 9. Bis 30. August in unserer Galerie unter dem Titel „Linolschnitt und Cyanotypie – Zwischen Technologie und Natur“ aus.
Ihre Werke entstehen manchmal aus gemeinsamen Gesprächen über unterschiedlichste Themen, die oft philosophischer Natur sind. Neugier und Freude am Experimentieren führen sie immer wieder zu neuen künstlerischen Ausdrucksformen. Für diese Ausstellung präsentieren sie Arbeiten in den Techniken der Cyanotypie und des Linolschnitts.
Catherine Ruedisueli
Die gebürtige Freiburgerin lebt seit über zwanzig Jahren in der Nähe von Zug und freut sich, ihre neuesten Werke in Murten präsentieren zu dürfen.
Diese beiden Techniken entstehen in mehreren Arbeitsschritten. Dabei spielt die Zeit eine zentrale Rolle: Bei der Cyanotypie ist die Belichtungszeit in der Sonne eine besondere Herausforderung, während der Linolschnitt Raum lässt, das entstehende Bild gedanklich wachsen zu lassen.
Beide Gestaltungsverfahren lassen Raum für das Unvorhersehbare und schaffen dadurch immer wieder überraschende Bildwirkungen.
Alessandro Cividini
Seine Werke entstehen aus der Begegnung von Cyanotypie und Linolschnitt – zwei Techniken, die den Wert von Handarbeit, Zeit und Material bewahren.
Mit ihnen setzt er sich mit dem Verhältnis zwischen Technologie und Natur auseinander – einem zentralen Spannungsfeld unserer Zeit, in der Technik unseren Alltag immer stärker prägt. Aus diesem Dialog entsteht ein Gegensatz, der an Platons Gedanken über das Verhältnis zwischen Psyche und Natur erinnert. Grenzen versteht er dabei nicht als Hindernis, sondern als Möglichkeit, über uns selbst nachzudenken.
Jedes Bild wird so zu einem Ort der Begegnung: zwischen dem Menschen, dem, was er erschafft, und dem, woraus er hervorgegangen ist.
„Téchne d'anánkes asthenéstera makrô“ bedeutet sinngemäss:
„Die Technik ist der Notwendigkeit bei Weitem unterlegen.“ Das Zitat stammt aus dem antiken Drama «Der gefesselte Prometheus von Aischylos».
Die Aussage erinnert daran, dass die Technik zwar vieles möglich macht, es aber grundlegende Grenzen gibt, die sie nicht überwinden kann.
Herzliche Einladung zur Vernissage mit Live Musik am 9. August ab 11:00.
Mi , Do + Fr 15:00 – 20:00
Sa + So 11:00 – 17:00
Daten und Uhrzeiten
Vom 9. bis 30. Aug. 2026
Täglich
11:00 - 17:00
Ruth Pellegrini
Galerie Pellegrini, Deutsche Kirchgasse 31
3280 Murten
+41 (0)79 662 35 24








