Das durch Glas gefilterte Licht, zwischen Venedig und der Schweiz – ein unerwarteter Dialog durch die Glasmalerei des 20. Jahrhunderts.
Die Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit dem Centro Studi del Vetro der Fondazione Giorgio Cini in Venedig konzipiert wurde, stellt die ästhetischen Forschungen von Carlo Scarpa (1906–1978) im Bereich der Glasmalerei in Venedig in den 1920er und 1930er Jahren den Werken bedeutender Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts gegenüber. Scarpa, einer der bedeutendsten italienischen Architekten und Designer des 20. Jahrhunderts, absolvierte seine Ausbildung in Venedig in der Zwischenkriegszeit, wo sich die Materialsensibilität und die kompositorische Strenge herausbildeten, die später sein Werk prägen sollten. Zu seinen ersten Arbeiten gehört eine Reihe von Bleiglasfenstern, die wenig bekannt, aber besonders aufschlussreich sind. Diese kurze, aber bedeutende Phase des Experimentierens mit Glasmalerei ist eng mit der venezianischen Glasmanufaktur Maestri Vetrai Muranesi Cappellin & C. verbunden, für die er damals tätig war. Obwohl Scarpas Beitrag zur Glasmalerei nur wenige Jahre währte, ist er von erheblicher Bedeutung. Seine Arbeit stellt ein wahres Forschungslabor für Material und Form dar, eingebettet in eine handwerkliche Tradition im Dialog mit der Moderne. Auch wenn sich der Kontext der Werke von Scarpa und denen der Schweizer Künstler unterscheidet, sind die ästhetischen Gemeinsamkeiten nicht zu vernachlässigen, wie die in der Ausstellung präsentierten Werke zeigen.
Führung
28. Juni von 15 bis 16 Uhr: Führung durch die Ausstellung mit der Kuratorin Jennifer Burkard






