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Café scientifique au Nouveau Monde

Le Nouveau Monde
Esplanade de l'Ancienne Gare 3
1700 Fribourg

+41 (0) 26 322 57 72

www.nouveaumonde.ch

Diskussion organisiert von der Universität Freiburg

Les Cafés scientifiques au Nouveau Monde proposent un échange convivial entre grand public, scientifiques et expert·e·s issu·e·s d'horizons divers. Il ne s'agit pas d'une conférence tenue par des spécialistes, mais d'un dialogue de proximité, totalement dirigé par les questions du public.

25.11.2026 : Sexistische Gewalt : Null Toleranz - und jetzt?

Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen widmet sich dieses Wissenschaftscafé einer zentralen gesellschaftlichen Herausforderung: Wo stehen wir heute bei der Prävention und Bekämpfung sexistischer und sexueller Gewalt?

In den vergangenen Jahren haben Betroffene verstärkt ihre Stimme erhoben, gesetzliche Bestimmungen wurden angepasst und zahlreiche Sensibilisierungskampagnen lanciert. Dennoch gehören geschlechtsspezifische Gewalt und sexuelle Übergriffe für viele Menschen weiterhin zum Alltag: im privaten Umfeld, im öffentlichen Raum, am Arbeitsplatz oder im Internet.

Was bewirken Strategien der «Nulltoleranz» tatsächlich? Welche Fortschritte hat die Schweiz seit dem Inkrafttreten der Istanbul-Konvention gemacht? Und wo bestehen weiterhin Lücken? Wie wirksam sind die bestehenden rechtlichen Instrumente, Präventionsmassnahmen und Unterstützungsangebote für Betroffene?

Und was braucht es darüber hinaus, um Gewalt zu verhindern? Wie können Betroffene besser geschützt und Menschen, die Gewalt ausüben, dabei unterstützt werden, ihr Verhalten nachhaltig zu verändern? Welche Rolle spielen dabei Institutionen, Politik, Vereine und Unternehmen? Und welche Verantwortung tragen wir als Gesellschaft?

In diesem Wissenschaftscafé ziehen wir Bilanz: Was hat sich verändert, wo besteht weiterhin Handlungsbedarf und was können Wissenschaft, Politik und Gesellschaft dazu beitragen, sexistische und sexuelle Gewalt wirksamer zu verhindern?

Mit:

  • Sofia Balzaretti, Juristin und Fachspezialistin für Gesetzgebung beim Bundesamt für Justiz

  • Stéphanie Lachat, Co-Direktorin des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann

Moderation: N.N.

02.12.2026 : Die Schweiz rüstet auf - Alles schon einmal da gewesen

Angesichts geopolitischer Spannungen und wachsender Unsicherheit erhöht die Schweiz ihre Militärausgaben und stellt verschiedene Aspekte ihrer Sicherheitspolitik zur Diskussion. Damit rückt auch die Frage der Aufrüstung verstärkt in den öffentlichen Fokus: Wie lässt sich die militärische Stärkung eines neutralen Staates begründen? Welche politischen und gesellschaftlichen Kontroversen löst sie aus? Und wie verändern sich unsere Vorstellungen von Sicherheit und Neutralität, wenn sich die internationale Lage verschärft?

So neu sind diese Fragen allerdings nicht. Auch in der Vergangenheit reagierte die Schweiz auf internationale Krisen und wahrgenommene Bedrohungen mit militärischer Aufrüstung. Und auch damals wurde darüber gestritten, wie viel Verteidigung notwendig ist, und welchen Preis eine Gesellschaft dafür zu zahlen bereit ist.

Was können wir aus diesen historischen Erfahrungen für die Gegenwart lernen? Welche Argumente und Konfliktlinien kehren heute wieder, welche haben sich verändert? Und inwiefern steht die aktuelle sicherheitspolitische Debatte in einer längeren historischen Tradition?

In diesem Wissenschaftscafé werfen wir einen Blick zurück, um die Diskussionen der Gegenwart besser zu verstehen. Und fragen, was uns die Geschichte über Aufrüstung, Sicherheit und Neutralität lehren kann.

Mit:

  • Timeo Antognini, SNF-Doktorand am Departement für Zeitgeschichte, Unifr

Moderation: N.N.

 

21.01.2027 : Leselust - Und was liest du gerade?

«Ich lese einfach nicht gern.» Oder: «Dafür habe ich keine Zeit.» Solche Sätze hört man immer wieder. Gleichzeitig begegnen uns Texte praktisch überall: in Romanen und Comics, auf dem Smartphone, in sozialen Netzwerken oder in digitalen Geschichten. Aber ist Lesen gleich Lesen? Und was braucht es, damit aus Lesen echte Leselust wird?

Wie entsteht die Freude am Lesen? Welche Rolle spielt das Lesen für Sprache, kritisches Denken und Fantasie? Und für unser Zusammenleben? Wie können Kinder, Jugendliche und Erwachsene fürs Lesen begeistert werden, wenn unzählige andere Angebote um unsere Aufmerksamkeit konkurrieren?

Und wie verändert sich unsere Lesekultur? Welche Rolle spielen Bibliotheken und Literaturfestivals im digitalen Zeitalter? Warum erleben Lesekreise eine neue Beliebtheit? Und was steckt hinter literarischen Communitys in den sozialen Medien, in denen Bücher plötzlich zum Trend werden können?

In diesem Wissenschaftscafé betrachten wir das Lesen aus unterschiedlichen Perspektiven: als kulturelle Praxis und Lerninstrument, als Quelle von Emotionen und Fantasie – und als Möglichkeit, sich die Welt und neue Perspektiven zu erschliessen.

Mit:

  • Véronique Marmy Cusin, Professorin an der Fakultät für Erziehungs- und Bildungswissenschaften, verantwortlich für die Lehrpersonenausbildung auf Primarstufe, Unifr

  • Matthieu Corpataux, Oberassistent für französische Literatur an der Unifr, Autor, Gründer der Zeitschrift L'Epître, anschliessend der Editions des PLF, sowie Leiter der Literaturveranstaltung Rencontres littéraires Textures

  • Eine Vertreterin von MEMO – biblio&ludo+

Moderation: N.N.

17.03.2027 : Frauen im öffentlichen Raum - Wo ist dein Platz?

Die geschlechtsspezifische Nutzung des öffentlichen Raums beschäftigt Wissenschaft und Gesellschaft seit Langem. Während heute in Bars und Clubs Plakate darauf hinweisen, dass Menschen bei Belästigung mit der Frage nach «Aretha» Hilfe erhalten können – oder nach «Angela» im Kanton Waadt –, erinnern unsere Strassennamen noch immer nur selten an bedeutende Frauen.

Doch wer ist im öffentlichen Raum sichtbar? Und wer fühlt sich dort sicher? Welchen Platz nehmen Frauen heute in unseren Strassen ein, physisch wie symbolisch? Wer wird auf Strassenschildern verewigt, wessen Geschichte wird erzählt und wer kommt in Geschichtsbüchern, politischen Debatten, Unterrichts- oder Sitzungszimmern zu Wort?

In diesem Wissenschaftscafé fragen wir, wie Geschlecht beeinflusst, wem öffentlicher Raum gehört, wer darin sichtbar wird und wer ihn selbstverständlich nutzen kann. Und wenn wir Caesar geben, was Caesar gehört, und Kleopatra, was Kleopatra gehört – könnte sich Aretha dann vielleicht irgendwann etwas ausruhen?

Dieses Café wird in Zusammenarbeit mit MEMO – biblio&ludo+organisiert.

Mit:

  • Pauline Milani, Lektorin am Departement für Zeitgeschichte, Unifr

  • Eglantine Ponse, Illustratorin und visuelle Künstlerin, bekannt unter dem Namen Amosee, sowie Artist in Residence der Stadt Freiburg an der Unifr

  • Pascale Michel, Direktorin von espacefemmes

Moderation: N.N.

14.04.2027 : Jugendstrafrecht - Strafen, schützen oder erziehen?

Wenn eine minderjährige Person eine Straftat begeht, sorgt die Frage nach der angemessenen Sanktion oft für kontroverse Diskussionen. Ist die Justiz streng genug? Oder sollte sie die Besonderheiten der Jugend als Lebensphase berücksichtigen, die von Entwicklung, Lernen, Fehlern und Veränderungsmöglichkeiten geprägt ist?

Was sind die Ziele des Jugendstrafrechts? Wie funktioniert es in der Praxis? Worin unterscheidet es sich vom Strafrecht für Erwachsene? Wie wird beurteilt, welche Massnahme angemessen und verhältnismässig ist? Sind erzieherische Massnahmen wirksam? Und wie lassen sich der Schutz der Gesellschaft, die Anerkennung der Opfer und die nachhaltige Wiedereingliederung junger Menschen miteinander vereinbaren?

Dieses Wissenschaftscafé beleuchtet die Grundlagen und aktuellen Herausforderungen des Jugendstrafrechts. Angesichts der immer wiederkehrenden Forderungen nach härteren Strafen hinterfragt es verbreitete Vorstellungen und untersucht, was wissenschaftliche Erkenntnisse über Jugenddelinquenz, die Verhinderung von Rückfällen und die Wege zur Wiedereingliederung tatsächlich aussagen.

Mit:

  • Géraldine Bugnon, Professorin am Departement für Soziale Arbeit, Sozialpolitik und globale Entwicklung, Unifr

  • Nicolas Queloz, emeritierter Professor für Strafrecht und Kriminologie sowie Leiter des CAS Jugendstrafrecht, Unifr

  • Sandrine Haymoz, Professorin für Kriminologie an der Hochschule für Sozialarbeit HES-SO-Freiburg; Dozentin im CAS-Studiengang Jugendgerichtsbarkeit an der Unifr

  • Gérard Demierre, Ombudsmann, Ombudsstelle für Jugendstrafsachen, Kanton Freiburg

Moderation: N.N.

26.05.2027 : Organspende - zwischen Solidarität, Medizin und gesellschaftlicher Verantwortung

Organspenden retten jedes Jahr Leben oder verbessern die Lebensqualität zahlreicher Menschen. Hinter diesem Akt der Solidarität verbergen sich jedoch wichtige medizinische, ethische, gesellschaftliche und emotionale Fragen.

Wie kann der steigende Bedarf an Transplantationen gedeckt werden? Wie lässt sich das Vertrauen der Bevölkerung stärken? Welche Herausforderungen stellen sich bei Entscheidungen rund um Organspende, Lebensende und die Zuteilung verfügbarer Organe? Wie verläuft der Weg von der Entscheidung, Organspenderin oder Organspender zu werden, bis zur medizinischen und menschlichen Realität einer Transplantation? Und welche Fragen wirft ein solcher Schritt nicht nur für die direkt betroffenen Personen, sondern auch für deren Angehörige auf?

Zwischen medizinischen Erkenntnissen, ethischen Überlegungen und gesellschaftlichem Engagement lädt uns die Organspende dazu ein, gemeinsam über Solidarität, Sterblichkeit und Leben nachzudenken.

Mit:

  • Markus Zimmermann, Professor für Moraltheologie und Ethik, Universität Freiburg
    Franz Immer, Medizinischer Direktor, Swisstransplant
    Christian M. Hammer, professeur et préparateur à l’Unité d’anatomie, Unifr

Moderation: N.N.

02.06.2027 : Behinderung, Bildung und Arbeit - Auf dem Weg zu nachhaltiger Inklusion?

Eine Ausbildung absolvieren, einen Beruf wählen, eine Arbeitsstelle finden und sich beruflich weiterentwickeln: All dies sind wichtige Schritte auf dem Weg zu Selbstbestimmung, gesellschaftlicher Anerkennung und aktiver Teilhabe. Für viele Menschen mit Behinderungen ist der Zugang zu Bildung und Arbeitsmarkt jedoch nach wie vor mit zahlreichen Hürden verbunden.

Wie lassen sich Lern- und Arbeitsumgebungen schaffen, die echte Inklusion ermöglichen? Welche Unterstützungsangebote fördern eine nachhaltige Teilhabe am Arbeitsmarkt? Und wie können Barrieren, Vorurteile und weit verbreitete Vorstellungen überwunden werden, die bis heute bestehen?

Über die Frage der Chancengleichheit hinaus fordert Inklusion auch dazu auf, die Funktionsweise von Organisationen und den Stellenwert von Vielfalt neu zu denken. Welchen Mehrwert kann sie für Teams, Unternehmen und die Gesellschaft insgesamt schaffen? Zwischen Rechten, Begleitung, Praxiserfahrungen und der Weiterentwicklung von Arbeitsweisen beleuchtet dieses Wissenschaftscafé die Voraussetzungen für eine berufliche Teilhabe, die selbstbestimmt, anerkannt und nachhaltig ist.

Mit:

  • Josquin Blanc, wissenschaftlicher Assistent am Departement für Heilpädagogik, Unifr

  • Elisabeth Mauron-Hemmer, Direktorin des Centre d’Intégration Socioprofessionnelle (CIS)

  • Maritie Angéloz, Fachverantwortliche Arbeitsagogik (MSP) der Technischen Einheit und Job Coach für Supported Employment, Centre d’Intégration Socioprofessionnelle (CIS)

  • Geneviève Liaudat, Beraterin für berufliche Eingliederung bei InsertH, Pro Infirmis

Moderation: N.N.

25. November 2026

Mittwoch

18:00 - 19:30

2. Dezember 2026

Mittwoch

18:00 - 19:30

21. Januar 2027

Donnerstag

18:00 - 19:30

17. März 2027

Mittwoch

18:00 - 19:30

14. April 2027

Mittwoch

18:00 - 19:30

26. Mai 2027

Mittwoch

18:00 - 19:30

2. Juni 2027

Mittwoch

18:00 - 19:30

20.05.2026 : Café auf Französich

Daten und Uhrzeiten

25. November 2026

Mittwoch

18:00 - 19:30

2. Dezember 2026

Mittwoch

18:00 - 19:30

21. Januar 2027

Donnerstag

18:00 - 19:30

17. März 2027

Mittwoch

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14. April 2027

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26. Mai 2027

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