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1. Aussichtspunkt auf den Moléson

La Gruyère Tourisme
Centre commercial Velâdzo (rez inférieur)
Place de la Gare 3
1630 Bulle

+41 (0)26 919 85 00

www.la-gruyere.ch

Der Moléson, emblematischer Berg

Stolz über die Region Gruyère thronend, ist der Moléson der emblematische Gipfel der Freiburger Voralpen. Er erreicht eine Höhe von 2.002 Metern. Sein Name, von ungewisser Herkunft, fasziniert Linguisten: Er könnte von einem gallischen Wort für „Lärche“, einem alten französischen Begriff für „feuchte Wiese“ oder vom lateinischen Mola Summum, wörtlich „Höhe des Hügels“, stammen. Die steilen Wände dieses Kalksteinriesen zeugen von jahrtausendealten geologischen Faltungen, die heute das Glück der Kletterer an seinen beiden berühmten Via Ferrata ausmachen.

Das touristische Interesse für den Moléson reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Die europäischen Eliten, inspiriert durch das Gedicht Die Alpen (1729) von Albrecht von Haller und durch La Nouvelle Héloïse (1761) von Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), beginnen, diese grandiosen Landschaften zu erkunden, und wecken eine Begeisterung für die Alpen. Der Gipfel erlangt seinen adligen Status. Der Alterspräsident Sirice Bridel (1757-1845) preist ihn in seinen Schriften als einen heiligen Berg; Johann Gottfried Ebel (1764-1830) vergleicht ihn in seinem berühmten Handbuch für Reisende in der Schweiz mit dem Rigi für die Pracht seines Panoramas! Schon früh feiern Künstler diesen „Balkon der Welt“, von dem aus man an klaren Tagen einen 360°-Horizont vom Mont-Blanc bis zum Genfersee bewundern kann. Das Highlight ist, den Sonnenaufgang auf dem Moléson zu erleben, eine zweitägige Expedition, die von Bulle aus startet, mit einem Halt im Kloster Part-Dieu oder im Gros Plané. Viel mehr als nur ein Gipfel, wird der Moléson zu einem identitätsstiftenden Symbol, ähnlich wie der Armailli, der Bredzon, der „Ranz des vaches“ oder das Volkslied „À Moléson“.

Im 19. Jahrhundert stießen die ersten Hotel- und Eisenbahnprojekte auf den Widerstand der „Heimatschutz“-Bewegung, die sich um die Bewahrung der Authentizität des Ortes sorgte. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte sich der moderne Tourismus: Die Seilbahn und die Skilifte wurden in den 1960er Jahren eröffnet. Der Versuch, hier ein touristisches Zentrum zu entwickeln, war von zahlreichen Schwierigkeiten geprägt. Es musste bis 1980 gewartet werden, bis das Feriendorf, nach dem Vorbild der Walliser Stationen, gebaut wurde. Heute hat sich die Station in ein „Vierjahreszeiten“-Freizeitzentrum verwandelt, das eine Sommerrodelbahn und den „Devalkart“ anbietet und die Beobachtung des Himmels durch das höchstgelegene astronomische Observatorium des Kantons integriert.

Auf diesen grünen Hängen, in 1.480 Metern Höhe, liegt der Gros Plané, eine typische Alp. Jeden Sommer gingen die Armaillis dort hinauf, um Gruyère zu produzieren. Heute wird dieses jahrhundertealte Know-how dort fortgeführt, da noch immer Gruyère d’Alpage AOP, Vacherin fribourgeois d’Alpage AOP und Sérac aus der Milch des dort im Sommer weidenden Viehs hergestellt werden. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaut, ist die Hütte Gros Plané auch eine der ältesten Alpwirtschaften im Kanton Freiburg. 1921 durch ein Feuer zerstört, wurde sie bereits im folgenden Jahr vollständig wieder aufgebaut. Wanderer und Besucher genießen dort regionale Spezialitäten, sei es der Jambon de la borne AOP, Fondues oder andere Käsegerichte wie Chalet-Makkaroni.

Von Plan-Francey oder Moléson-sur-Gruyères zu Fuß erreichbar, ist der Ort ein idealer Anlaufpunkt für Liebhaber der Berge und des Wanderns. Er diente auch, zusammen mit der Kartause Part-Dieu, als Basislager für Wanderer auf der Suche nach einem romantischen Sonnenaufgang.

La Gruyère Tourisme
Centre commercial Velâdzo (rez inférieur)
Place de la Gare 3
1630 Bulle

+41 (0)26 919 85 00

www.la-gruyere.ch

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