Sieben Künstler unterschiedlicher Herkunft und Traditionen, vereint durch eine gemeinsame Leidenschaft, haben eine einzigartige Aufführung geschaffen, die der Erde sowie den mongolischen und bulgarischen Völkern durch ihre Musik Tribut zollt und mongolische Männer- und bulgarische Frauenstimmen miteinander verschmelzen lässt.
Unter der Leitung von Milena Jeliazkova und Johanni Curtet
Vom Altai-Gebirge bis in die bulgarischen Berge fließt ein imaginärer Fluss voller Harmonien.
Fast 6.000 km trennen die Mongolei von Bulgarien, doch scheinen uralte Bande die beiden Gebiete zu verbinden: Spuren der Doulo-Dynastie belegen die Anwesenheit der bulgarischen Königsfamilie in der Mongolei Jahrhunderte vor Christus.
Die sieben Künstler, reich an Traditionen und mit unterschiedlichen Hintergründen, haben sich zusammengetan, um ihre Leidenschaft zu teilen und eine Aufführung zu gestalten, die traditionelle bulgarische und mongolische Repertoires vereint. Ihr Spielplatz ist die Stimme in all ihren Formen: polyphon, obertonreich, klar, guttural, hoch, tief… So vielfältig wie die Landschaften, die es zu erkunden gilt, von einer Kultur zur anderen und an den Schnittpunkten ihrer Wege.
Ziel des Projekts: das Zusammenspiel der Gesangstechniken des mongolischen und bulgarischen Obertongesangs zu erforschen und aus dem reichen Repertoire beider Gesangstraditionen ihre gemeinsamen Symbole herauszuarbeiten: Lieder der Erde, Verehrung der Natur, Verbindung zu den natürlichen Zyklen der Schöpfung und die untrennbare Verbindung zwischen Mensch und Mutter Erde.
Die Tiefe mongolischer Stimmen trifft auf die zarten Klangfarben bulgarischer Lieder; ungewöhnliche Rhythmen entfalten sich über den Klängen der Pferdegeigen, und die Perkussion beider Gruppen verfällt in einen tranceartigen Zustand, um dem mongolischen Schamanismus und der Spiritualität der mythischen Gestalten des bulgarischen Pantheons zu huldigen. Die Stimmen von Drachen und Dryaden werden einander gegenübergestellt, vermischt, durchdrungen und parallel weiterentwickelt, im Einklang mit den natürlichen Rhythmen von Sonne und Mond, oder, im Gegenteil, sich wie die Ewigkeit ausdehnen (bulgarische unermessliche Gesänge), um die menschliche Zeit zu transzendieren.
Das Repertoire umfasst Nachahmungen von Naturgeräuschen, Lobgesänge auf die spirituellen Wesenheiten der Natur, rituelle, erdverbundene Gesänge, alte und zeitgenössische Gedichte sowie Improvisationen. Begleitet werden sie von nomadischen Saiteninstrumenten: der Morin-Khuur-Fiedel, der Tovshuur- oder Dombra-Laute, Maultrommeln und Rahmentrommeln.
Preis: CHF 28.– /Person
Reservierung erforderlich: info@tibetmuseum.ch
Preise
| pro Preson | 28.- CHF |
Daten und Uhrzeiten
5. Juli 2026
Sonntag
17:00 - 18:30
Tibet Museum
Rue du Château 4
1663 Gruyères
+41 (0)26 921 30 10








